Ethikunterricht ist die Alternative!
Die Gewaltform des Staates ist eine Republik in föderaler Art. Diese Republik kann sich auf Dauer nicht auf ein imaginäres Glaubensbekenntnis zum Christentum beziehen, selbst wenn auch ein Bundesinnenminister de Meziére sich über jedes Kruzifix freut. Die Scheindefinition „Wir seien ein christliches abendländliches Land“ ist eher Demagogie als ein Argument, besonders um den Religionsunterricht zu rechtfertigen.
Was uns alle aber ohne Rücksicht auf unsere Weltanschauung vereinigt, ist die Ethik. Die Ethik, die für die Republik gilt und nicht hinter Schranken der Stadtstaaten verhaftet bleibt. Diese Ethik darf nicht als Ersatzfach sein, im Gegenteil soll ein Pflichtfach, denn sie gilt allen und sie ist keine private Meinung und auch keine kollektiv angenommene Wahrheit. Die Ethik ist verpflichtend, die Religion aber nur für ihre Gläubigen.
Die Entscheidung über Ethik als Pflichtfach für alle Schüler in staatlichen Schulen ist ein großer Befreiungsschritt der Bundesrepublik aus den religiösen Zwängen. So eine Republik kann tatsächlich ihre Neutralität beweisen und souverän alle religiösen Symbole in ihren Schulen untersagen. So eine Republik ist in der Lage den Rechtsstaat vor dem Extremismus zu verteidigen und dessen Nährboden zu entziehen. Der Laizismus ist die staatliche Befreiung aus dem Glauben der Einzelnen. Wir haben mit eine lange konservative Tradition zu tun, die bevor zu dem Staat und der Demokratie loyal ist, fühlt sich ihrem Glauben verpflichtet, daher ist die befreiende Lösung ein Referendum über:
- In der ganzen Bundesrepublik gilt nur das Pflichtfach Ethik.
- Der Religionsunterricht ist eine freiwillige private Sache.
- Der Religionsunterricht liegt außerhalb der staatlichen Schulen.
- Jede Art Unterricht steht unter staatlicher Aufsicht.
- Die Schule ist laizistisch und nicht pluralistisch!
